James Bond 007: Bloodstone Testberichte
Testberichteübersicht zu James Bond 007: Bloodstone.
Testbericht des Internetportals und Spielemagazins Gamestar.de
Endnote: 62% (Pc,Xbox360,Wii,Ps3)
Fazit:
Ich habe alle 22 Bond-Filme mehrfach gesehen und muss gestehen, dass mir die persönlichen und grimmigen Interpretationen eines Timothy Dalton oder Daniel Craig bei der übermenschlichen Kunstfigur Bond am besten gefallen. Umso schlimmer ist es für mich, festzustellen, dass Blood Stone eher an die Klamauk-Bonds eines Roger Moore erinnert: Keine Handlung, flache Charaktere, eine bedeutungslose M, Actionsequenzen am Rande der Lächerlichkeit sowie Hundertschaften dummer Lakaien, die sich über den Haufen ballern lassen. Dass Bizzare Creations dann auch noch ausgerechnet die Rennsequenzen gegen die Wand fährt, ist für mich ebenso unbegreiflich wie die absurd kurze Spieldauer. Trotz aller Kritik: Als Action-Häppchen für einen Winternachmittag kann man sich Blood Stone schon antun.
Pro:
- Hübsche Schauplätze
- Gute Animationen
- Original-Synchronsprecher
- Toller Titelsong
- Gute Hintergrundmusik
- vier Schwierigkeitsgrade
- Fair verteilte Wiedereinstiegspunkte
- Authentische Bond-Feeling Dank Original Besetzung
- Klassische Bond-Autos
- Bond-Girl nicht nur hohle Staffage
- präzise und simple Shooter-Steuerung
- Tastenbelegung frei konfigurierbar
- erzielbare erfolge
- abwechslungsreiche Schauplätze
- zahlreiche Skriptereignisse
- geht manchmal in Deckung
- nützliches Smartphone
- mehrere Waffen zur Auswahl
- atemlose Hetzjagd auf Biowaffen
Kontra:
- detailarme Charaktermodelle
- teils matschige Texturen
- Waffen könnten voller klingen
- erst im höchsten Schwierigkeitsgrad nicht mehr zu leicht
- Autorennen zum Auswendiglerne
- Und wo ist der Sex?
- reagiert träge beim Springen und Klettern
- vier Stunden Spieldauer
- kaum Wiederspielwert
- unmotivierter und magerer Multiplayer-Teil
- vier Stunden Spieldauer
- kaum Wiederspielwert
- unmotivierter und magerer Multiplayer-Teil
- Skriptereignisse sind machmal lahm inszeniert
- srikt linear
- läuft oft direkt ins Feuer
- reagiert langsam, wenn Bond auf sie zustürmt
- Gegner treffen sich auch gegenseitig
- Waffenverhalten unrealistisch
- Autos ohne Waffen
- keine Gadgets
- Story belanglos und dünn
- Bösewichte konturlos
- Schlusswendung vorhersehbar
- M überflüssig
Testbericht des Internetportals 4players.de
Endnote: 76% (Xbox360,Ps3,Pc)
Fazit:
Ein neues Spiel, aber kein neuer Film? Sehr schade, denn ich mochte die letzten beiden Aufsmaul-Streifen sehr. Macht aber nix, denn das Spiel transportiert die Quintessenz der Lackaffen-freien Filme sehr gut auf die Fernseher: Coole Fights, teilweise hervorragend inszenierte Rasereien, ein bisschen Stealth hier und da – es hätte eigentlich ein sehr guter Genremix werden können. Zu schade nur, dass die Designer ein bisschen zu sehr auf Stromlinienaction bedacht waren, denn das Spiel ist wirklich verdammt leicht: Die Takedowns sind ebenso mächtig wie die Focus Kills, das Smartphone ist quasi ein eingebauter Cheat, den man jederzeit aktivieren kann, man wird ständig mit der Nase auf das nächste Ziel gestoßen, die sehr großzügige Zielerfassung nimmt einem all die Arbeit ab. Was bleibt, ist ein schöner Actionkracher, mit dem man sechs unterhaltsame Stunden verlebt. Nicht mehr, nicht weniger.
Pro:
- gute Grafik
- variantenreiches Kampfsystem
- toller Soundtrack
- abwechslungsreiches Missionsdesign
- mehrere Sprachen wählbar
- aufregende Verfolgungsjagden
- lässiger Titelsong
- cooler Installationsprozess (PC)
Kontra:
- dumpfe Gegner- KI
- recht kurz
- zu leicht
- unspektakulärer Mehrspielermodus
- starre Gesichter in den Zwischensequenzen
- teilweise sehr matschige Texturen
Testbericht des Internetportals gamona.de
Endnote: 70% (PS3,XBox360,Pc)
Fazit:
Blood Stone geht keinerlei Risiken ein, nicht mal klitzekleine, sondern liefert spielerisch bewährte, daher aber auch ein bisschen langweilige und über alle Maßen belanglose Schleich-, Schieß- und Fahrkost, die es dann mit einer pompösen Inszenierung aufzuwerten versucht. Der Versuch gelingt insofern, als dass man sich wirklich die kurzen fünf Stunden mit dem Bond-Abenteuer vergnügen kann, allerdings vergisst man es hinterher auch sofort wieder. Daher sollte auch klar sein, dass es sich viel eher als Leihspiel aus der Videothek denn als permanente Anschaffung empfiehlt. Daran ändert auch der uninteressante Mehrspielermodus nichts, genauso wenig wie die ansehnlichen Kulissen, der passende Soundtrack und die kernigen Sprecher. Blood Stone wagt sich nicht ein einziges Mal ins tiefe Wasser, genau genommen wagt es sich rein gar nichts, stattdessen hält es den spielerischen Ball flach und kullert ihn müde vor sich her. Ob die Standardgeschichte einen eingefleischten 007-Fan begeistert, darf bezweifelt werden – einen ganz normalen Spieler jedoch lässt sie völlig kalt. Was also lässt sich über ein Spiel sagen, dem keine bessere Eigenschaft als „solide“ zugeschrieben werden kann? Vielleicht dies: Wenn ihr, Bizarre Creations, das nächste Mal ein Bond-Spiel entwickelt, tut doch einfach mal so, als hättet ihr keine etablierte Lizenz zur Vermarktung. Würde sich jemand so richtig für euer Spiel interessieren, wenn der Name „James Bond“ nicht draufstünde? Lautet die Antwort „Nein“, müsst ihr euch einfach ein bisschen mehr trauen und den Versuch unternehmen, euch von der Masse der profillosen Shooter abzuheben. Denn ohne dieses Risiko bleiben vielversprechende Titel wie Blood Stone leider Mittelmaß.
Pro:
- Actionreiche Präsentation
- Detaillierte und abwechslungsreiche Umgebungen
- Gute Sprecher
Kontra:
- Unmotivierende, herkömmliche Mechaniken
- Kurze Spielzeit
- Geschichte und Charaktere fesseln nicht
- Schlechte Charaktermimik
