Testberichte zu Call of Duty Black Ops

Tesberichte zu Call of Duty: Black Ops

Testbericht des Internetportals und Spielemagazins Gamestar.de

Endnote: 85% (Pc)

Fazit

Daniel Matschijewsky: So unterhaltsam Modern Warfare 2 auch war, hat es mich doch auf hohem Niveau enttäuscht. Weil es keine vernünftige Geschichte erzählte, die mich hätte fesseln können. Black Ops gibt seinem nicht minder actiongeladenen Spektakel indes einen roten Faden, der mich motiviert, und einen Helden, mit dem ich mich identifiziere. So verzeihe ich es Treyarch leichter, dass sich an der Spielmechanik selbst nichts getan hat. Warum auch? Der Mix aus filmreifen Skriptsequenzen, exotischen Kulissen und knallharter Action macht auch im siebten Anlauf viel Spaß. Die stupiden Gegner und die überholte Technik gehören aber langsam in die Tonne.

René Heuser: Mir reicht’s! Ich habe bisher alle Call of Duty-Teile gespielt. Und nach sieben Jahren kann ich die gleichen Skript-Sequenzen, das gleiche Level-Design und immer gleichen Missionsaufgaben nicht mehr sehen. Modern Warfare war noch eine Ausnahme und brachte wieder neuen Schwung in die Serie, aber schon Teil 2 war ein Rückschritt, und Black Ops bietet mir spielerisch ebenfalls nichts Neues. Das siebte Call of Duty mag immer noch ein handwerklich guter gemachter Ego-Shooter sein, aber für mich bietet er nichts mehr, was ich nicht in den letzten Jahren schon zu oft gesehen habe. Tut mir leid Treyarch, aber das etwas modernere Setting kann nicht verdecken, dass ihr im Kern euch selbst und Infinity Ward wieder mal nur kopiert habt.

Markus Schwerdtel: Call of Duty: Black Ops ist ein Spiel der Déjà-vu-Erlebnisse; gerade so, als hätte Activsion den unglaublichen Erfolg von Modern Warfare 2 haarklein analysiert und würde nun versuchen, alles 1:1 zu kopieren. Auf dem Rücken liegend mit letzter Kraft auf den Gegner schießen? Hatten wir schon in Modern Warfare 2. Vom Hubschrauber aus auf Bodenstellungen feuern? Alter Hut. Unentdeckt feindliche Stellungen infiltrieren? Gähn! Black Ops kopiert schamlos bei den Serienvorgängern und wiederholt dabei manche Elemente einfach einmal zu oft. Natürlich ist das Spiel auch diesmal wieder grandios inszeniert und genau das, was man gerne als »Popcorn-Kino« bezeichnet. Allerdings schmeckt das Popcorn langsam fad, für den nächsten Serienteil braucht Activision dringend ein neues Rezept.

Pro:

  • gelungene Animationen
  • klasse Explosionseffekte
  • stimmige Beleuchtung
  • viele Details
  • brachiale Soundkulisse
  • knallende Explosionen
  • treibende, dynamische Musik
  • passende Sprecher
  • vier Schwierigkeitsgrade
  • Kampagne wird stetig kniffliger
  • spektakuläre Skriptereignisse
  • Action und ruhige Passagen wechseln sich ab
  • eingängige Shooter-Steuerung
  • präzises Zielen
  • Tasten frei konfigurierbar
  • Orientierung stets gegeben
  • zahlreiche Schauplätze
  • versteckte Geheimnisse
  • abwechslungsreiche und glaubwürdige Schauplätze
  • Linearität wird gut kaschiert
  • viele Deckungsmöglichkeiten
  • dezente Freiheit beim Vorgehen
  • Begleiter sind gute Mitstreiter
  • Gegner suchen Deckung und treffen gut
  • große Auswahl von Freund- und Feindwaffen
  • Einsatz von Spezialgeräten
  • perfekte Handhabe
  • coole Fahr- und Flugsequenzen
  • spannende Rahmenhandung
  • interessante Hauptfigur
  • überraschendes Finale

Kontra:

  • teils schwammige Texturen
  • Abmischung nicht optimal
  • für Einsteiger generell zu hart
  • kein Tutorial
  • Ideenrecycling
  • gelegentlich stupide Ballereinlagen
  • sehr kurze Solo-Kampagne
  • kaum Wiederspielwert
  • Die Gegner neigen den noch aber zum Vorstürmen
  • letztlich recht innovationsarm

Testbericht des Internetportals 4players.de

Endnote: 80% (Xbox360,PSs3), 82% (Pc)

Fazit

Wenn man an einem Spiel sieht, wie wichtig gute Sprachausgabe für die Atmosphäre ist, dann an Black Ops: Die Sprecher sind offensichtlich Profis, die Zeilen sitzen – und trotzdem passt das Gesprochene oft nicht zur Action auf dem Bildschirm! Da wird in ruhigen Situationen munter gebrüllt, dem Nervsack Reznov hätte ich wahnsinnig gerne schon beim zweiten Rezitieren seiner Punkteliste die AK-47 um die Gurgel geknotet, das Gehörte wirkt in den meisten Fällen so, als würde einfach von einem Blatt abgelesen werden, ohne eine Ahnung zu haben, in welcher Situation die Spielfigur gerade ist. All das wäre kein Problem, wenn man zur englischen Originalfassung wechseln dürfte – aber nö, selbst auf der PS3 herrscht der Zwang zur deutschen Sprache vor. Eine Schande, denn von diesen Ärgernissen abgesehen ist die Präsentation von Black Ops über weite Teile erstklassig: Zugegeben, die Texturen sind es nicht. Aber dafür die flüssige Darstellung, die oftmals eindrucksvollen Kulissen, die wieder einmal tonnenweise eingesetzten Skripte, die fetten Explosionen, die unverbrauchten Szenarien, die druckvolle Soundkulisse – das Call of Duty-Erlebnis ist einmal mehr dem großen Namen würdig. Das Missionsdesign allerdings nicht, denn man merkt einfach viel zu oft, dass Treyarch nach Infinity Ward nur die Nummer Zwei ist: Nach einem großartigen Einstieg versackt die Kampagne in uninspirierten Genrestandards, ohne auch nur eine interessante Idee zu zeigen – packende Gefechte, keine Frage, aber immer nach gleichem Strickmuster und mit endlosen Copy/Paste-Armeen; eine Design-Sünde, die ich eigentlich schon ausgerottet wähnte. Erst im letzten Spieldrittel ziehen die Entwickler auf einmal deutlich an, aus irgendeinem Grund hat man sich all die coolen Einfälle für das Ende aufgehoben – was eine prima Sache ist, sofern man bis dahin durchhält. Ein Motivator dafür dürfte die erstaunlich gehaltvolle Story sein, die nicht nur clever präsentiert wird, sondern auch eine willkommene Abwechslung vom üblichen Militärputsch-Einerlei bietet. Während die Kampagne im Großen und Ganzen also nur eine solide Leistung darstellt, ist der Mehrspielermodus einmal mehr das Glanzstück von CoD: Der Abwechslungsreichtum, das Spieltempo, das motivierende Bonus- und Aufrüstungssystem sowie die Vielzahl der Spielmodi suchen ihresgleichen! Der Zombie-Modus ist dabei noch der schwächste Teil; eine Art Left4Dead light, die zu viert eine Zeit lang Spaß macht, aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch regional beschränkt ist. Der eigentliche Multiplayer gehört mal wieder zur Krönung des Genres: Das Ganze spielt sich verteufelt schnell und anfangs verwirrend (gerade wenn man das im Vergleich gemächliche Bad Company 2 gewohnt ist), aber die Vielzahl an Spielvarianten bietet auch dem frustriertesten Einsteiger mehr als genug Austob-Möglichkeiten, vom cool gemachten Kampftraining ganz zu schweigen! Kurz gesagt: Der Mehrspielermodus rettet Black Ops auf die 80 – die Kampagne allein hätte das nicht geschafft.

Pro:

  • teilweise hervorragende Präsentation
  • packende Schlachtfeld-Inszenierung
  • interessante Geschichte
  • witziger Zombie-Koop-Modus
  • umfangreicher Mehrspielermodus
  • unterhaltsame Multiplayer-Spielvarianten
  • mannigfaltige Personalisierungs-Möglichkeiten
  • motivierender Wettspiel-Modus
  • pompöse Soundkulisse
  • witziger »Dead Ops Arcade«-Modus
  • präzise Steuerung
  • einige sehr spannende Aufträge
  • frische Szenarien
  • mächtige Explosionen
  • flüssige Grafik (360, PS3)
  • detaillierte Texturen (PC)
  • kreatives, umfangreiches Waffenarsenal
  • motivierendes Kampftraining
  • Zork!
  • dedizierte Server möglich (PC)

Kontra:

  • über weite Teile uninspiriertes Missionsdesign
  • größtenteils unpassende Sprachausgabe
  • Zombie- Modus regional beschränkt
  • kurze Kampagne
  • wenig intelligente Gegner
  • ausschließlich deutsche Sprachausgabe
  • Mehrspielermodus nicht immer lagfrei
  • heftige Hardwareanfoderungen (PC)
  • akzentverseuchte »russische« Sprachausgabe
  • nervender Reznov- Sprecher
  • teilweise extrem schwache Texturen (360, PS3)
  • zum Teil schlecht platzierte Checkpunkte
  • viele unerwartete Tode
  • keine lippensynchrone Sprache
  • lange Ladezeiten
  • unauffällige Musik

Testbericht des Internetportals cynamite.de

Endnote: 78% (Xbox360,Ps3,Pc)

Fazit

Schon in den ersten beiden Black Ops-Abschnitt stecken mehr Highlights als im ganzen Medal of Honor. Die Ansprüche scheinen bei Treyarch wesentlich höher zu liegen als in früheren Jahren. Dazu kommt das interessante Setting mit den Zeitsprüngen über mehrere Jahrzehnte. Obendrein gibt es noch einen netten Zombie- und einen überragenden Multiplayer-Modus. Insgesamt ohne Zweifel das bisher beste Call of Duty von Treyarch!

Pro:

  • Herausragende Inszenierung
  • Spannende Story
  • Exzellenter Multiplayer-Modus

Kontra:

  • Recht kurze Einzelspieler-Kampagne
  • Dümmliche KI
  • Nur zwei Zombie-Maps

Weitere Testberichte zu Call of Duty: Black Ops werden folgen.

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