Testberichte zu Medal of Honor
Testbericht des Internetportals 4players.de
Endnote: noch nicht geweretet
Fazit:
Wir haben uns dazu entschlossen, die finale Wertung erst in einem zweiten Testteil mit unseren Eindrücken aus dem Mehrspielermodus nachzureichen. Da das Spiel offiziell erst morgen erscheint, wollen wir noch weitere Erfahrungen im normalen Serverbetrieb sammeln…
Pro
- modernes Szenario
- z.T. abwechslungsreiche Missionen
- packende Soundkulisse
- gute Sprecher
- umfangreiches Waffenarsenal
- überwiegend verlässliche KI-Mitstreiter
- faire Speicherpunkte
- stimmungsvoller Soundtrack
- gute Steuerung
- einige dramatische Situationen
- Railsequenzen
- einige schöne Missionsübergänge
- optionale Zielhilfe
- MoH: Frontline in HD enthalten (Limited Edition) (PS3)
Contra
- kaum Physik bei Objekten
- Umgebung kaum zerstörbar
- extrem kurze Kampagne
- öde Fahrsequenzen
- Moorhuhn- KI
- vereinzelte Slowdowns (Konsolen)
- z.T. extrem grobe Schattendarstellung (Konsolen)
- überwiegend erschreckend grobe Texturen (PS3, 360)
- belanglose Story und Charaktere
- meist enge Levelschläuche
- enorm viele Pop- ups (auch bei Schatten)
- fragwürdige Kollisionsabfrage
- z.T. unendlicher Gegner- Respawn (bis zum Trigger)
- keine Zivilisten in Dörfern / Städten
- kein Koop- Modus
- Videos wirken technisch veraltet
- übertrieben viel Funkverkehr
- über weite Strecken zu einfach
- z.T. starke Kantenbildung
- Tearing (Konsolen)
- sehr viele geskriptete Sequenzen
- kein Befehlssystem
- enttäuschendes Finale / Ende
- Umweg zum Multiplayer (PC)
- Skriptfehler (Trigger funktioniert nicht)
- deutsche Version geschnitten
- Verbündete spielen keine Rolle
- Zwangsinstallation (PS3)
Testbericht des Internetportals und Spielemagazins Gamestar.de
Endnote: 68% (PC)
Fazit:
Daniel Matschijewsky: Zugegeben, auch Modern Warfare 2 gewinnt in Sachen Spieldesign keine Kreativpreise. Doch weiß sich Infinity Wards Shooter wenigstens enorm spektakulär zu präsentieren und große Aha-Momente zu schaffen. Im Vergleich dazu kommt Medal of Honor reichlich bemüht daher und enttäuscht zudem durch stumpfe Ballerorgien, die schwache Geschichte, Balancemacken, Logikfehler und Bugs. Der gelungene Neustart einer ehrwürdigen Shooter-Serie sieht anders aus.
Christian Schneider: EA hat sich das sicher anders vorgestellt, immerhin trieft das neue Medal of Honor vor Möchtegern-Patriotismus. Doch dieses Ballerspiel ist ein überraschend starkes Argument gegen den Afghanistan-Konflikt im Speziellen und Krieg ganz allgemein. Selten habe ich mich so oft gefragt, warum ich überhaupt kämpfe. Es gibt kein Vorankommen, kein Erfolgserlebnis, keinen Sinn hinter der Gewalt. Medal of Honor ist kein gutes Spiel, aber immerhin ist es — unbeabsichtigt und paradoxerweise — ein guter Anti-Kriegs-Shooter.
Pro
- Organisch wirkende Landschaften
- Knallige Waffen und Explosionne
- Sehr gute deutsche Sprecher
- Gelungene Surround- Abmischung
- Drei Schwierigkeitsgrade
- Afghanistan stimmungsvoll umgesetzt
- Guter Mix aus Action und Schleichen
- Präzises Zielen
- Frei konfigurierbar
- Einblendbare Hilfen
- Teils aufwändig gebaute Areals
- KI sucht aktiv Deckung
- KI schießt treffsicher
- Umfassendes, vielseitiges Waffenarsenal
- Quads, Hubschrauber, Jeeps
Contra
- Generell recht detailarm
- Schwache Effekte
- Teils schwammige Texturen
- Animationen
- Lahme, teils unpassen Musik
- Niveau der Kampagne schwankg stark
- Nervices Kontrollpunkte-System
- Unrealistischer Munitionsüberfluss
- Leblose Karten
- Keine Physik
- Logikmacken und Bugs
- Nur ein Speicherplatz
- Maximal fünf Stunden Spielzeit
- Moralische Entscheidungen wirken sich nicht aus, keinerlei Wiederspielwert
- Keine Geheimnisse
- Auf Dauer arg abwechslungsarm
- Unlogische Levelbegrenzungen
- Öde Fahr- und Flugzeugsequenzen
- KI renn oft stumpf drauflos
- KI Beherrscht keinerlei Taktik
- KI hat teils derbe Wegfindungsprobleme
- Waffen der Terroristen sind unötig
- Keine Identifikation mit den Helden
- Spannungsbogen fehlt
- Kein Bösewicht, kein Finale, kein Showdown
- Konflikte bleiben ungelöst
Testbericht des Internetportals gamingxp.com
Endnote: 91% (PS3)
Fazit:
Die Frage nach der Zielgruppe zu diesem „Medal of Honor“ ist knifflig zu beantworten: Einerseits wurde viel vom Flair beibehalten, dennoch gibt es einige kleine Veränderungen, die Fans bestimmt auffallen werden. Auch der Schwierigkeitsgrad ist so eine Sache, zwar steigt dieser im Verlauf des Abenteuers an, aber dennoch werden die richtigen Hardcore-Spezialisten stets unterfordert bleiben.
Pro
- Extreme Authenzität
- Überwältigender Sound
- Sieht klasse aus
Contra
- Sehr düster gehalten
- Umgebung nicht vollständig zerstörbar
- Keine eigenen Beine und Fußabdrücke
Testbericht des Internetportals gamers.at
Endnote: 87% (XBOX360)
Fazit:
Gut, Medal of Honor erinnert stark an Modern Warfare, bietet aber dank seinem realitätsbezogenem Ansatz ein distinktives Spielgefühl. Das authentische Level- und Missionsdesign wird Freunde von Spielen, die sich am echten Leben orientieren, sicherlich zusagen und auch eigenständige Ideen, wie der Tier 1-Modus sorgen für langhaltigen Spielspaß, vom Multiplayer ganz zu schweigen. Die Kehrseite dieses Ansatzes sind die etwas flachen Missionen, die eben nicht auf so ausgefallene und verrückte Ideen wie Call of Duty zurückgreifen können, weil Fiktion in einem authentischen Spiel nun einmal keinen Platz hat. WOW-Momente und AHA-Erlebnisse bleiben somit aus und die Gelegenheit sich mit den Schrecken des Krieges und dessen Kehrseiten zu beschäftigen hat EA ebenfalls nicht genutzt. Medal of Honor ist sicherlich ein spielenswertes Comeback der Reihe, aber wenn man Activision vom Ego-Shooter-Thron stoßen will, muss man sich schon etwas mehr kreative Mühe geben.
Pro
- Authentische Missionen
- Generell mehr Realismus
- Toller Multiplayer-Part
Contra
- Technische Schwächen
- Flaue Story
Testbericht des Internetportals gamezone.de
Endnote: 7,5 Punkte (gut)
Fazit:
Kollege Michael Stadler stellte schon zum Preview von Medal of Honor fest, dass die Fußstapfen vergangener Tage unausfüllbar groß scheinen, gemessen an heutigen Ansprüchen. Leider ist es genau so! Das Spiel, mit dem EA den amerikanischen Truppen ein Denkmal für ihre harte Arbeit setzen will, verkommt am Ende zu einer reinen Provokation. Es zeigt eigentlich nur einen Haufen marodierender Raufbolde, die, durchsetzt von amerikanischem und militärischem Pathos, die Welt von bösen Terroristen befreien. Ganz nach einer „erst schießen, dann fragen“-Manier. Was Medal of Honor aber gut kann, ist die packende und mitreißende Inszenierung der vollkommen durchschnittlichen Story. Wenn man aus der Ego-Perspektive erlebt, wie versteckte Handy-Bomben das eigene Team zerfetzen und man am Ende sogar dem Tod in die Augen blickt, dann fesselt das – aber leider nicht mehr als fünf oder sechs Stunden, dann ist die belanglose Story auch schon fertig erzählt.
Einziger Lichtblick: Der Multiplayermodus! Der ist nicht nur von einem anderen Studio gemacht worden (dem Battlefield-Studio DICE), sondern basiert auch auf einer eigenen Engine. Diese weiß schon sehr viel mehr zu überzeugen, als das Hauptspiel. Spielerisch geht es darin sehr hektisch zu, egal ob man im Deathmatch unterwegs ist oder feste Ziele hat. Aber: Im Endeffekt ist MoH im Multiplayer ein Mix aus Battlefield und Modern Warfare. Wer nicht zwingend auf den Mix steht, ist mit den Ursprungsgames auf jeden Fall besser bedient.
Um es auf einen Punkt zu bringen: Unsere hohen Erwartungen wurden von Medal of Honor nicht erfüllt. Das Spiel ist marketingtechnisch eine Provokation (hat ja auch bei CoD: Modern Warfare 2 geklappt), inhaltlich aber zu schwach auf der Brust und technisch auf den Konsolen einfach vernachlässigt worden. Da wird wohl noch ein Serien-Reboot fällig.
Pro
- Multiplayer ist ein eigenes Spiel mit eigener Engine, Steuerung, Optik
- packende Inszenierung der Geschichte
- immerzu Wechsel zwischen mehreren Perspektiven
- tolle deutsche Sprachausgabe, Sound generell auf hohem Niveau
- der PS3-Variante liegt eine aufpolierte Version von MoF: Frontline bei
Contra
- stark militärisch angehauchtes Pathos, das Mörder mal ganz schnell zu Helden verklärt
- grafisch trist und nicht mehr als zweckmäßig (Konsolen), wer kann greift zum PC!
- Gameplay spielt sich komplett in einem Schlauch ab, offene Gebiete gibt es wenige
- belanglose Geschichte ist nach vier bis sechs Stunden beendet, je nach Schwierigkeitsgrad
- alles komplett geskriptet und teilweise hässlich umgesetzt, sodass man warten muss, bis die Teamkollegen ihr „Gespräch beendet“ haben
- KI ist unterirdisch! Feinde immer an gleicher Stelle, Kollegen laufen einem dauernd ins Feuer
- HUD wird, wie es scheint, nach Gutdünken ein- und ausgeblendet
- Clipping und Tearing auf den Konsolen
- Geschichte leider komplett belanglos (obwohl aber sehr fesselnd inszeniert!)
Testbericht des Internetportals und Spielemagzins PC Games.de
Endnote: 78% (PC, PS3, Xbox 360)
Fazit:
Medal of Honor sollte ein glorreicher Neuanfang der Serie und eine Kampfansage an Modern Warfare und Modern Warfare 2 werden. Im Singleplayer-Test zeigt sich: Das Afghanistan-Abenteuer ist nicht mehr als ein kurzer, durchschnittlicher Standard-Shooter.
Pro
- Einnehmende Kriegsatmosphäre
- Gute Soundkulisse
- Solider Shooter- Kern
Contra
- Schlecht kaschiertes Moorhuhn-Geballer
- Oft gleicher Missionslauf
- Keine KI
- Kleiner Grafik-Probleme
- Zu skriptslastig/ Skripts lassen sich aushebeln
- Wirre Story
Testbericht des Internetportals Eurogamer.net
Endnote: 8/10 Punkten
Fazit:
Gar nicht so schlecht für den Anfang einer neuen Ära. Der mutige Schritt in Richtung Authentizität, ein kompetenter Multiplayer und die solide Action katapultieren den Titel auf Anhieb in die erste Liga. Wer sich vergleichsweise realistische Militäraction in einem aktuellen Szenario wünscht, kommt an Medal of Honor kaum vorbei. Okay, Call of Duty liefert mehr Bombast und Bad Company 2 den besseren Multiplayer, doch unterm Strich beweist Electronic Arts, dass sie es Ernst meinen. Allein die vielen kleinen Skriptfehler, die zum Teil schwachen Texturen und der geringe Umfang sorgen bei der Kampagne für Kopfzerbrechen. Zugegeben, Call of Duty ist auch nicht länger, aber im Gegensatz zu Medal of Honor gibt es dort noch einen Koop-Modus.
Der Mehrspieler-Part ist dagegen klar Geschmackssache. Technisch und spielerisch kompetent, gibt es Probleme bei der Positionierung. Ihm fehlt sowohl die Größe der Inhouse-Konkurrenz wie auch die taktische Finesse des Activision-Angebots. Wer sich darauf einlässt, wird ganz sicher jede Menge Spaß haben, doch letzten Endes wird er bei vielen Spielern nur als Lückenbüßer dienen, bis Black Ops und Battlefield: Bad Company 2 – Vietnam erscheinen. Um also wirklich den Shooter-Thron zu erobern, muss Electronic Arts beim nächsten Mal in wirklich allen Bereichen nachlegen. Der Grundstein ist gelegt, mal sehen, was die nächste Renovierung bringt.
Sobald weiter Testberichte zu Medal of Honor erscheinen werden dir diese hier ergänzen. Ansonsten viel Spaß allen Medal of Honor Spielern mit dem neuen Teil.